Pflanzenschutz
Pflanzenschutzprobleme im Haus- und Kleingarten
Bevor eine Pflanze aufs gerade Wohl behandelt wird, sollte zuerst einmal die Schadursache geklärt werden. Es gibt hierzu zwar genügend Informationsmaterial auf dem Markt, doch oft ist es für den Hobbygärtner schwer, die genaue Ursache zu erkennen. Grund dafür ist, dass zahlreiche Schadsymptome unterschiedliche Ursachen haben können.
Wer oder was schädigt meine Pflanzen?
Grundsätzlich muss man zwischen parasitären und nichtparasitären Ursachen unterscheiden. In vielen Fällen treten beide gleichzeitig auf.
Parasitäre Krankheitserreger sind Schädlinge, Pilze, Bakterien und Viren. Ein Nachweis der größeren „Individuen“ ist noch relativ einfach – auch von einem Laien – zu führen. Jedoch ab den pilzlichen Erregern fangen die Nachweis-schwierigkeiten schon an.
Noch schwieriger ist das Erkennen der nichtparasitären Ursachen. Dies sind Einflüsse wie falscher Standort, Wasser- und Nährstoffmangel bzw. -überschuss, schlechte Licht- bzw. Klimaverhältnisse, Abgase, falsche Pflanzen-schutzmaßnahmen und, und, und ...
Pflanzenproben
- Ein Telefongespräch vorab wäre sinnvoll
- Möglichst großer Probenumfang (nicht nur einzelne Blätter)
- Wichtig ist die Übergangszone von gesunden zu kranken Pflanzenteilen
- Da die Ursache auch im Wurzelbereich liegen kann, auch von dort Proben entnehmen, bzw. ganze Pflanzen mitbringen
Die Abgabe im Labor ist täglich möglich von 8.30 - 12.00 Uhr und 13.30 - 15.00 Uhr. Wir bitten jedoch um vorherige telefonische Anmeldung. Rufnummern s. unten.
Beim Postversand ist zusätzlich zu beachten:
- Die verschiedenen Pflanzenteile sind in Zeitungspapier einzuwickeln und dann erst in Plastikbeutel zu stecken
- Wurzelballen sorgfältig umhüllen, da sonst auf dem Transport die oberir-dischen Pflanzenteilestark verschmutzen und u.U. unbrauchbar werden
- Jeder Probe sollte ein kurzes Begleitschreiben beiliegen mit Hinweisen über Pflanzenart, Standortbedingungen und evtl. bisher durchgeführte Pflanzenschutzmaßnahmen
- Die Proben nicht vor dem Wochenende verschicken, da sie sonst unnötig lange bei der Post liegt
- Schädlinge (Käfer, Raupen etc.) mit wenig Futter in Kunststoffgefäßen (Filmdosen haben sich bewährt) geben – Deckel mit Luftlöchern verse-hen; Schadbild an der Pflanze beschreiben
Verschiedene Beratungsmöglichkeiten
Ist die Schadursache bekannt, erfolgt seitens des Pflanzenschutzamtes die Beratung. In Fällen, bei denen wirksame Gegenmaßnahmen genannt werden, ist natürlich die Zufriedenheit der Ratsuchenden groß. Oft können sich die Schaderreger aber erst entwickeln, wenn falsche Kulturbedingungen mitspielen. Hier bringt es nichts, wenn nur die Symptome bekämpft werden. Es wäre besser, stark befallene Pflanzen durch neue, standortgerechte zu ersetzen. Doch wer hört das schon gerne?
Das Beratungsgespräch selbst ist kostenlos – für eine Untersuchung im Labor müssen Gebühren erhoben werden.
Einzelberatungen sind naturgemäß sehr zeitaufwändig; viel effektiver sind Gruppenberatungen. Hierzu bieten die Mitarbeiter des Pflanzenschutzamtes verschiedene (Dia-) Vorträge an (s. eigener Menüpunkt unter Haus- und Kleingarten). Interessierte Vereine und Verbände sollten sich dazu aber frühzeitig anmelden.
Hier noch die Info, dass seit einiger Zeit mit der Einfuhr von Palmen ein neuer Parasit, der Palmenrüssler, sich ausbreitet. Weiteres hier als .pdf Dokument zum download.
Bei Fragen zu Pflanzenschutzproblemen im Haus- und Kleingarten helfen:
Karen Falch | Günter Hinrichs | Gregor Husken-Thimm |
Also: Sollten Sie – oder besser gesagt Ihre Pflanzen – ein Problem haben, rufen Sie an oder schauen Sie bei uns rein.


