Bilanzanalysen
Negative Entwicklungen frühzeitig erkennen
Neben der ständigen Kontrolle wirtschaftlicher Daten im Gartenbaubetrieb, sollte auch eine gründliche Analyse der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen werden. Leider liegen Buchführungsabschlüsse häufig sehr spät vor, so dass sie als Steuerungsinstrument unbrauchbar sind. Nur durch eine zeitnahe Auswertung der Daten kann der Betriebsleiter möglichen Fehlentwicklungen entgegenwirken. Durch die Bilanzanalyse erhält der Betriebsleiter die Möglichkeit, den eigenen Betrieb mit ähnlichen Betrieben (z.B.: gleiche Absatzstruktur) im Bundesgebiet zu vergleichen.
Wichtige Faktoren bei der Bilanzanalyse:
Auswertung der Daten im Verlauf der letzten Jahre (mind. 3 Jahre)
- Eigenkapitalentwicklung
Ein Betrieb ist stabil, wenn das Eigenkapital gehalten oder erhöht werden kann. Eine sinkende Eigenkapitalquote deutet auf betriebswirtschaftliche Probleme hin, die im schlechtesten Fall zur Betriebsaufgabe führen kann.
- Fremdkapitalentwicklung
Eigenkapital und Fremdkapital sollten in einem gesunden Verhältnis zu einander stehen (2:1)
langfristiges Fremdkapital und Umlaufvermögen
kurzfristiges Fremdkapital hält sich im Rahmen („goldene Bilanzregel“)
Kreditlaufzeit und Anlagedauer sollten übereinstimmen („goldene Finanzierungsregel“)
- Liquiditätsentwicklung (lang- und mittelfristig)
Erhöhung der Einnahmen bei steigenden Kulturerfolgen
Kosteneinsparung
Investitionsbedarf so gering wie möglich halten
- Investitionstätigkeit
Der geeignete Zeitpunkt für Ersatzinvestitionen, Erweiterung der Kapazität sowie Anschaffungen im Zuge der Rationalisierung sollte nicht verpaßt werden, da es sonst zu einem Investitionsstau kommt.
Ziel: Verbesserung der gesamten betrieblichen Situation


